Indonesien

16. November 2016

Indonesien

Geboren aus Feuer und Wasser liegen die 18.000 Inseln des indonesischen Archipels in der „Feuerzone“ der Erde, dort wo zwei tektonische Platten aufeinander stoßen. Die australische Kontinentalplatte schiebt sich seit 15 Millionen Jahren kontinuierlich langsam unter die asiatische Kontinentalplatte und an den Bruchstellen gelangt flüssiges Erdinneres an die Oberfläche, welches aus den Vulkanen der so entstandenen Inseln zu Tage tritt. Die üppige Vegetation der Inseln ist ein Produkt aus dem Monsunregen und der mineralhaltigen Vulkanasche, welche über tausende von Jahren die Insel überzieht. Eng verbunden mit dem Begriff „Indonesien“ sind die Inseln von Bali, Lombok und die 3 Gili Inseln. Tiefblaues Meer, zum Tauchen einladende Riffe, kilometerlange Strände, dichter Regenwald, noch immer aktive Vulkane, tausende Tempel und Zeremonienplätze , sowie die auf Harmonie mit Mensch und der Natur bedachten Balinesen locken jährlich tausende Urlaubsgäste an.
Das Leben mit der kosmischen Ordnung, dem Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, zwischen Göttern und Dämonen, bestimmt den Alltag der Balinesen. Die Dreiteilung der Welt in Götter, Dämonen und die mittlere Welt der Menschen durchdringt alle Aspekte des Lebens, sogar der Körper wird dreigeteilt in Kopf, mittlere Welt der Rumpf und Unterwelt die Beine. Die hinduistische Teilung der allerhöchsten Götter in Brahma, dem Schöpfer des Universums, in Vishnu den Lebensspender und Bewahrer und in Shiva, den Todbringer und Zerstörer spiegelt den Kreislauf von Geburt, Leben und Tod als Neubeginn wieder. Die Darbringung von Opfern an die Götter und Dämonen um diese gütig zu stimmen, nimmt einen hohen Stellenwert im Alltagsleben der Balinesen ein.

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